Kampagne für die Ambulante Pflege

  1. Immer mehr Bürger erreichen ein hohes Alter und sind auf Pflege und Unterstützung angewiesen. Ambulante Pflegedienste gewinnen immer mehr an Bedeutung, um ihnen auch bei Pflegebedürftigkeit den Verbleib in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.
  2. Allein in Bayern werden fast 70 000 Bürger (2007) z.T. täglich von ambulanten Pflege-diensten betreut, rund 31 700 Mitarbeiter (2007) sind dazu täglich unterwegs. Die Fahrzeuge von ambulanten Pflegediensten gehören inzwischen zum alltäglichen Erscheinungsbild auf den Straßen in der Stadt und auf dem Land.
  3. Angehörige und Pflegedienste sind Partner bei der Betreuung und Pflege und teilen sich die Verantwortung für die pflegebedürftigen Bürger. Pflegedienste ermöglichen den pflegenden Angehörigen, weiterhin für ihre Angehörigen zu sorgen.
  4. Ambulante Pflege bietet und gewährleistet Sicherheit und Ansprache für ihre Patienten über die eigentliche Pflege hinaus. Pflegedienste sind häufig die einzigen Besucher und Ansprechpartner für die Patienten.
  5. Wenn keine Angehörigen sich kümmern, unterstützt die ambulante Pflege die Patienten bei der Organisation des Alltages, Versorgung mit Essen, Arzttermine, Behörden, Wohnungsangelegenheiten, Fußpflege, ...
  6. Krankenhäuser entlassen Patienten immer früher, häufig Knall auf Fall – die ambulante Pflege macht Handstände, um die Pflege und Versorgung auf die Schnelle zu sichern – und sorgt für enorme Einsparungen bei den Krankenkassen!
  7. Ambulante Pflege fällt nicht aus – egal ob es stürmt, schneit oder Straßen gesperrt sind, die Pflege kommt, wenn es Not tut, mehrmals täglich und in der Nacht.
  8. Ambulante Pflege lässt Patienten nicht im Stich, auch wenn Pflegeeinsätze weit über das wirtschaftliche Maß hinausgehen.
  9. Die Mitarbeiter der Pflegedienste sehen sich in der Verantwortung für die von ihnen abhängigen Patienten – und laufen zunehmend Gefahr, dass sie durch die hohe Belastung selbst Schaden nehmen.
  10. Pflegedienste wollen Patienten pflegen - und keine Akten! Die Pflegedienste werden mit ständig neuen Regelungen und Anforderungen an Nachweisen durch die Kostenträger konfrontiert. Der Arbeitsaufwand für die Verwaltung steigt – Zeit, die den Patienten verloren geht!
  11. Ambulante Pflege ist kein Sparstrumpf! Jeder Cent, den Krankenkassen für die notwendige Finanzierung verweigern, geht auf Kosten der Patienten und Mitarbeiter in den Pflegediensten.
  12. Ambulante Pflege braucht Ressourcen, Zeit und Geld, damit die pflegebedürftigen Bürger weiterhin zu Hause mit der notwendigen Zeit und in Würde versorgt werden können und die Pflegenden in ihrer Verantwortung für die Patienten gestützt und nicht weiter ausgenutzt werden.
  13. Für die ambulanten Pflegedienste in Bayern ist das Ende der Fahnenstange erreicht:

    - Schluss mit dem Preisdiktat der Krankenkassen, das ambulante Dienste in die Insolvenz treibt- Schluss mit dem ständigen Misstrauen und der Kontrollwut durch die Kassen

    - Schluss mit dem Ausnutzen und der Überforderung der Mitarbeitern in ihrer Verantwortung für die von ihnen abhängigen Patienten Ambulante Pflegedienste mit ihren Mitarbeitern brauchen nicht nur moralische sondern eine deutliche finanzielle Unterstützung der Kostenträger, der Politik und der Bürger, damit genug Raum für eine menschenwürdige Pflege bleibt!